kommerzielle Interessen

Was ich gerade über die Rolle des Bösen geschrieben habe, ist durch die Praxis der Filmindustrie aber längst überholt:

Das Böse hat schon längst nicht mehr nur die Aufgabe, als Kontrasthintergrund für die Darstellung des Guten zu dienen.

Das Böse hat sich in den Filmen der Gegenwart völlig verselbstständigt.

Der Grund dafür sind vor allem kommerzielle Interessen. Um Filme herum hat sich eine gigantische Industrie mit Milliardenumsätzen gebildet. Filme werden produziert, um Gewinn zu machen.

Eines der Mittel, Menschen ins Kino zu locken und zum Kauf von DVDs zu verleiten sind Steigerungen: immer schneller, immer gewaltiger, immer erstaunlicher, immer spannender, immer phantastischer, immer mehr Action, immer mehr Gewalt, immer realistischere Gewalt und ... immer böser.

Das Böse ist seiner eigentlichen Aufgabe entsprungen und hat sich verselbstständigt.

Und das auf verschiedene Weise:

Sehr beliebt sind zum Beispiel Killer als Sympathie-tragende Hauptfiguren. Hier hat sich das Böse selbst in die Hauptrolle eingeschlichen. Es wird ja wohl niemand behaupten wollen, dass Killer ein erstrebenswertes Berufsbild in der menschlichen Realität ist.

Da gibt es Schauspieler, die spenden Millionen für wohltätige Zwecke, aber verdient haben sie diese Millionen mit Gewalt-verherrlichenden Filmen.

Dabei könnten Schauspieler so viel für das Wohl der Menschheit tun - in ihren Rollen und durch die Auswahl ihrer Rollen.

Die gegenwärtige Menschheit ist einem sehr grundlegenden Irrtum aufgesessen:

Nicht alles was Geld bringt ist gut und sinnvoll oder dient auch nur entfernt dem Wohl der Menschheit!

nächstes Kapitel: Das Böse gibt es nicht
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Filmindustrie