Der destruktivste Film aller Zeiten

Der destruktivste Film aller Zeiten ist zugleich der erfolgreichste Film aller Zeiten: Avatar

In Avatar hat die Menschheit als Ganzes die Rolle "des Bösen" inne. "Die Guten" gehören einer außerirdischen Spezies an.

Das scheinbare Happy End besteht darin, dass der menschliche Hauptakteur die Menschheit verlässt.

Dieses Szenario transportiert folgende Idee:

Der Mensch ist böse. Die Menschheit als Ganzes ist böse. Um auf die Seite des Guten zu wechseln, muss man aufhören ein Mensch zu sein.

Das ist der abscheulichste, negativste und destruktivste Gedanke, der mir überhaupt jemals begegnet ist. Und natürlich ist er falsch.

Diese Idee repräsentiert das völlig verkorkste und falsche Selbstverständnis des Menschen. Diese Idee ist die Mutter aller menschlichen Probleme.

Wahrscheinlich rechtfertigen die Schöpfer dieses Machwerks ihr Handeln vor sich selbst - entweder mit dem kommerziellen Erfolg - oder damit, dass der Menschheit der Spiegel vorgehalten werden müsse.

Aber ein solches Handeln erreicht genau das Gegenteil dessen, was angeblich beabsichtigt ist: Das menschliche Selbstbewusstsein und Selbstverständnis wird weiter untergraben und beschädigt und das drückt sich dann notgedrungen auch in einem entsprechenden Handeln aus.

Milliarden Menschen haben wohl diesen Film gesehen. Die zerstörerische Kraft dieses Films ist unermesslich. Was dabei zerstört wird, ist der Glaube der Menschen an sich selbst: Wer möchte schon Teil einer Spezies sein, die das Böse schlechthin repräsentiert - einem Bösen, dem man nur entfliehen kann, indem man aufhört ein Mensch zu sein?

Der Mensch ist nicht böse. Der Mensch muss sich nicht ändern. Der Mensch ist schon gut. Alles, was geschehen muss, ist, dass der Mensch erkennt, dass er bereits gut ist.

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